Bannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteEhrenamtler vor der Göltschtalbrücke | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur Startseite
Teilen auf Facebook   Instagram   Teilen auf X   Druckansicht öffnen
 

Das Werden unseres Verbandes

Aus der Geschichte des Feuerlöschwesens

 florian.gif 

Die älteste Darstellung des Feuerlöschens findet sich auf einem Relief aus einem Palast nahe Ninive etwa 850 vor Christi Geburt. Assyrische Krieger löschen gegnerische Brandfackeln, die ihre Kampfwagen entzünden sollen, aus großen Schöpfgefäßen. 24 v. Chr. bildet Marcus Egnatius Rufus als Polizeidirektor in Rom aus Sklaven eine private Feuerwehrtruppe, die sehr wirkungsvoll arbeitet und gewinnt dadurch die Gunst des Volkes. Im 1. Jahrhundert v. Chr. wird u.a. vom Vorhalten von Löschwasser, der Entwicklung von Steckleitern, der Gründung von Militärfeuerwehren aus Veteranen und von ersten Anfängen des japanischen Feuerlöschwesens berichtet.

(Quelle: Feuerwehr-Jahrbuch 1995/96, herausgegeben vom Deutschen Feuerwehrverband, Bonn)

 

Aus der Gründerzeit der Deutschen Feuerwehren und ihrer Verbände 

Die fortschreitende Entwicklung der Technik und die Befreiung des Menschen vom absolutistischen Denken und seine Hinwendung zu den Gedanken der Demokratie und persönlicher Freiheit, verbunden mit dem Willen zur Mitverantwortung, ließen Mitte des 19. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum freiwillige Lösch- und Rettungskorps oder Feuerwehren entstehen. Es ist uns bekannt, dass in den 40er Jahren des vorletzten Jahrhunderts solche freiwilligen Lösch und Rettungskorps in Meißen, Barmen und Basel, Durlach und Ulm, um nur einige stellvertretend für alle zu nennen, bestanden. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass zu selben Zeit auch der Wunsch entstand, auf überörtlicher Ebene einen Gedankenaustausch über die Technik des Brandbekämpfens und die Organisation solcher „Lösch- und Rettungsanstalten“ einzuleiten und zu pflegen.

C. D. Magirus, Kommandant der 1847 gegründeten Feuerwehr Ulm a. D. wurde hier initiativ und rief am 18. Juni 1853 zu einer Zusammenkunft der Vertreter sämtlicher Feuerwehren in den Gasthof „Zum Waldhorn“ nach Plochingen ein. Diese Aufforderung nennt den Zweck der Versammlung wie folgt:

1.  Besprechung über die Mittel zur Verbesserung der Feuerlösch-Anstalten, insbesondere gegenseitige Mitteilung über Verbesserungen an den  Feuerlöschgerätschaften unter Vorlegung von Musterstücken, Modellen oder Zeichnungen.

2.  Gründung eines Vereins, um den genannten Zweck, teils durch regelmäßige jährliche Zusammenkünfte, Teils durch schriftliche Mitteilungen fortwährend zu verfolgen.Diese am 18. Juli 1853 stattgefundene Veranstaltung wird in der Geschichte des Deutschen Feuerwehrverbandes als Gründungsversammlung geführt. Die dort beschlossene nächste Feuerwehrversammlung 1854 in Ulm a. D. wird als 1. deutscher Feuerwehrtag künftig registriert und in die folgenden Deutschen Feuerwehrtage laufend fortnummeriert.

Die Gründung der Landesfeuerwehrverbände

Beim 5. Deutsche Feuerwehrtag 1862 in Augsburg wurde die Bildung von Landes-Feuerwehrausschüssen beschlossen. In Ausführung dieses Beschlusses erfolgte die Gründung von Landesfeuerwehrverbänden, nämlich der Württembergische Landesfeuerwehrverband im Jahre 1863 der Badische Landesfeuerwehrverband im Jahre 1864 der Sächsischer Landesfeuerwehr-verband im Jahre 1866.
 

Die Geschichte des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen

"WOHLTÄTIG IST DES FEUERS MACHT...    
... wenn es der Mensch bezähmt, bewacht!"

 

Diese Worte begleiten die Geschichte des sächsischen sowie des deutschen Feuerwehrwesens insgesamt seit denkbaren Zeiten. Blättert man in Chroniken- sei es in den reich gefüllten Archiven der städtischen Metropolen des Freistaates Sachsen oder in den zum Glück auch noch in den sächsischen Gemeinden oder deren Ortsteilen erhalten gebliebenen schriftlichen Überlieferungen- findet man Hinweise auf Brände und Feuerbrünste, die oft mit großem menschlichem Leid und materiellen Verlusten verbunden waren. Kurzum: Der Wille der Menschen, sich vor solchem Unglück zu bewahren, bestand schon vor Jahrhunderten und hat bis heute nichts an seiner Bedeutung verloren. Doch bis zur Entstehung eines organisierten Feuerlöschwesens auf Landesebene in Sachsen brauche es wie auch anderswo seine Zeit. So war der Schritt, der im Juni des Jahres 1869 in Chemnitz getan wurde, ein herausragender Meilenstein in der sächsischen Feuerwehrgeschichte: Die Vertreter von insgesamt 86 Feuerwehren beschlossen die Gründung eines gemeinsamen Sächsischen Landesfeuerwehrverbandes. Damals ahnte sicher noch keiner der an der Gründung Beteiligten, welche Höhen und Tiefen der gerade mal neu gegründete Landesverband in seiner späteren Entwicklung erfahren sollte. Der Landesverband gliederte sich zunächst in Bezirks- beziehungsweise Kreisverbände als Mitglieder. Die beiden ältesten Verbände Sachsens waren der 1865 gegründete Brigadeverband Leipzig und Umgebung und der 1867 gegründete Kreisfeuerwehrverband Chemnitz.

 

Auf der Höhe der Entwicklung, um 1930, gab es 31 Bezirksverbände, welche in 12 Wahlkreise zu je zwei bis drei Amtshauptmannschaften gegliedert waren. Wichtigste Ereignisse im Verbandsleben waren die zunächst aller drei Jahre einberufenen sächsischen Feuerwehrtage mit den Abgeordnetenversammlungen. Hier wurden die wesentlichsten und entwicklungsbestimmenden Beschlüsse gefasst, so unter anderem die Einführung einer einheitlichen Übungsordnung, die Einführung einer einheitlichen Unterstützungskasse für im Dienst verunglückte Feuerwehrleute, Grundsätze bei Neuanschaffungen von Spritzen und weiteres. Um ein organisiertes sächsisches Feuerwesen aufzubauen, war die Ausbreitung, Ausbildung und die einheitliche Gestaltung der sächsischen Feuerwehren notwendig. In heutiger Zeit stehen die Interessenvertretung der Mitglieder, die Unterstützung der Verantwortungsträger und der Zusammenhalt der Wehren im Vordergrund. Von Anfang an arbeiteten die sächsischen Feuerwehren aktiv im Deutschen Feuerwehrverband (DFV) mit und fanden dafür auch Anerkennung. Bereits vor der Bildung des Landesverbandes war der Landesausschuss Gastgeber des 6. Deutschen Feuerwehrtages 1865 in Leipzig.

 

In größerem Rahmen wiederholte sich dies zu den Deutschen Feuerwehrtagen 1880 in Dresden und 1913 in Leipzig. Der Lauf der Geschichte drückte aber auch dem sächsischen Feuerwesen seinen Stempel auf. Dennoch erfüllte die große Mehrheit der Feuerwehrleute ihre Aufgaben - wie schon Generationen zuvor - ohne ausgeprägte politische Ambitionen. So auch unter der Herrschaft des NS-Regimes, Branddirektor Bergmann, Vorsitzender des Brandenburgischen Provinzial-Feuerwehrverbandes, bat vor dem Ausschuss des Deutschen Feuerwehrverbandes am 25. April 1933 in Cottbus, "das freiwillige Feuerwehrwesen nicht durch parteiliche Maßnahmen in andere Bahnen führen zu wollen". Doch gerade das Gegenteil war das Ziel der Nationalsozialisten.

 

Nach der bedingungslosen Kapitulation Hitler- Deutschlands und dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches 1945 standen auch Sachsens Feuerwehren vor einem Trümmerhaufen und dem Problem des Neubeginns. Während in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland sich um das Jahr1951 die Kreis- und Landesfeuerwehrverbände wieder bildeten, kam es in den Ländern der DDR zu keiner Wiederbelebung der Feuerwehrverbände. Der Brandschutz lag im Zuge der Verwaltungsreform (1952) noch weitestgehend in der Zuständigkeit der Länder und Kommunen. Aber mit der Bildung der Bezirke ging der Weg zu einer einheitlichen Struktur des Brandschutzes in der gesamten DDR - zentrale Leitung vom Ministerium des Innern (MDI) bis in die Abteilungen Inneres der Kreise und Städte. Das bedeutete einheitliche Gesetzgebung und insgesamt staatliche Aufsicht.

 

Für die Berufsfeuerwehren erfolgte eine Eingliederung als Dienstzweig Feuerwehr in die Deutsche Volkspolizei unter zentraler Leitung des Ministerium des Inneren - Hauptabteilung Feuerwehr (HA/F). Mit der Wende in der ehemaligen DDR im Herbst 1989 entstand auch der Gedanke zur Wiederbelebung des Verbandswesens in den Freiwilligen Feuerwehren. Hilfe und Unterstützung kam aus den Altbundesländern. Die Städtepartnerschaften zwischen Fellbach und Meißen, die bereits seit 1987 bestanden, ergaben schnell auch Verbindungen zwischen den Feuerwehren und zum Kreisfeuerwehrverband des Rems-Mur-Kreises. Am 24. Februar 1990 wurde unter erheblichen Widerstand der SED-Funktionäre des Kreises der Kreisfeuerwehrverband Meißen gegründet, die erste Neugründung dieser Art auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Bereits seit Februar 1990 hatte sich im damaligen Bezirk Dresden eine Arbeitsgruppe gebildet, die zielstrebig den ersten und zweiten Entwurf einer Satzung für den künftigen Landesverband erarbeitete. Am 29. September 1990 wurde schließlich der Landesfeuerwehrverband Sachsen neu gegründet, die Satzung und die Finanzrichtlinie wurden mit großer Mehrheit angenommen.

 

Kamerad Günther Meyer wurde zum Vorsitzenden des Landesverbandes gewählt. Die ersten Jahre des neu gegründeten Verbandes waren zugleich ein schwerer Anfang: Die Arbeitsfähigkeit des Verbandes musste schnellst möglichst hergestellt werden. Es bedurfte der dringenden Kontaktaufnahme zur sich in Kürze bildenden Sächsischen Landesregierung und dem Beitritt zum Deutschen Feuerwehrverband. Außerdem mussten die gesetzlichen Grundlagen für den Brandschutz im Land Sachsen geschaffen werden. Hinzu kam die soziale Absicherung der Angehörigen der freiwilligen Feuerwehren und der Berufsfeuerwehren. Der Verband war auf vielen Seiten gleichzeitig gefordert.

 

Das Brandschutzgesetz wurde mehrfach beraten und nach energischen Forderungen des Verbandes an die Regierung und den Landtag am 2.Juli 1991 beschlossen. Damit war Sachsen das erste neue Bundesland mit einem eigenen Brandschutzgesetz, was ohne die fordernden Aktivitäten des Verbandes nicht denkbar gewesen wäre! Ähnlich verlief die Verabschiedung der Uniformordnung und der Ordnung über Auszeichnungen für langjährige Dienstzugehörigkeit und für besondere Verdienste im Brandschutz. Bereits im März 1992 konnte festgestellt werden, dass allen Kreisen und den kreisfreien Städten des Freistaates Kreisfeuerwehrverbände bestehen und alle Mitglied im Landesverband sind.

Am Grundsatz der Feuerwehren "Retten - Bergen - Helfen" hat sich im Laufe von Jahrzehnten nichts geändert. Und dieser Grundsatz wird auch das Handeln der Kameradinnen und Kameraden in Zukunft bestimmen.

 

(Quelle: Internetseite des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen e.V.)

 

Das Werden des Kreisfeuerwehrverbandes Vogtland e.V.

Mit der Wiedervereinigung unseres Deutschen Vaterlandes vollzog sich ab 1989 auch ein grundlegender Wandel bei den Feuerwehren im östlichen Deutschland. Feuerwehrverbände, diese wurden 1938 diktatorisch abgeschafft, formierten sich ab 1989 auch wieder im Vogtland mit seiner großen Feuerwehrverbandstradition in der Vergangenheit. Ab 1989 begannen die sogenannten "ehrenamtlichen Räte der Feuerwehren" die Grundlagen für die Gründung von Kreisfeuerwehrverbänden in den Landkreisen Auerbach, Klingenthal, Oelsnitz und Plauen, wobei die kreisfreie Stadt Plauen auf einen eigenen Stadt- Feuerwehrverband verzichtete und mit dem Landkreis Plauen eine Einheit bildete unter dem Motto "Stadt und Land - Hand in Hand". Ab 1990 wurden fünf Kreisfeuerwehrverbände im Vogtland gegründet, welche Mitglied im Landesfeuerwehrverband Sachsen e.V. wurden und sich von Anfang an aktiv einmischten. Die zu erwartende Kreis- Gebietsreform ließ auch die vogtländischen Feuerwehren nicht zur Ruhe kommen. 

 

Der Zeitraum von 1993 bis 1994 war geprägt von der Variante "Zwei-Kreis-Reform" im Vogtland. Die Feuerwehren setzten sich zusammen um mit dem Tempo der Politik Schritt zu halten. Auf der einen Seite die Verbände aus Auerbach, Reichenbach und ein Teil des Klingenthaler Verbandes, auf der anderen Seite die Verbände Oelsnitz und Plauen und der westlich gelegen Teil  des Klingenthaler Verbandes. Die Fusionsvorbereitungen liefen im Göltzschtal so reibungslos von statten, dass schon am 01.07.1994 der Kreisfeuerwehrverband Göltzschtal e.V. in Rodewisch gegründet werden konnte. Im "Elstertal" schien es komplizierter zu laufen, sodass die Politik schneller war. Ab sofort hieß es "Ein-Kreis-Variante" im Vogtland aus der Staatskanzlei in Dresden. Die Vorbereitungen für den "Elsterverband" wurden eingefroren, alles blieb vorerst wie es begann... 

 

Die Herausforderung aus Dresden, ein starkes Vogtland soll entstehen, wurde von den vogtländischen Feuerwehren im Oktober / November 1995 aufgegriffen. Die Kreisfeuerwehrverbände im Vogtland setzten sich an einen Tisch und begannen zielstrebig mit den Vorbereitungen für die Gründung des Kreisfeuerwehrverbandes Vogtland e.V. In 17 vorbereitenden Sitzungen, von Oktober 1995 bis April 1996, wurden die Ziele und Interessen der bisherigen Verbände in einer neuen Satzung sowie einer Geschäftsordnung formuliert. Dieser kurze Zeitraum lässt mit Sicherheit einen Kraftakt besonderen Ausmaßes erkennen, aber auch das gewonnene Selbstvertrauen, auch ohne das "über die Grenzen schauen müssen", wie es noch Anfang 1990 die Regel war. Dem kameradschaftlichen Miteinander in der Sache, dem Engagement der Kommissionsmitglieder, sowie die Erfahrung in der erstarkenden Verbandsarbeit der letzten Jahre ist es letztlich zu verdanken, dass die Interessevertretung der fast 5000 Feuerwehrangehörigen im Vogtland schnell mit Leben erfüllt wurde.

 

Die personellen Voraussetzungen für den Verbandsvorstand wurden mit als letzte Vorbereitung auf den Weg gebracht, so dass die Feuerwehr Plauen den ehrenvollen Auftrag erhielt, die Vorbereitungen der Gründungs- Veranstaltung für den Kreisfeuerwehrverband Vogtland e.V. organisatorisch in die Hand zu nehmen. Am Patronatstag des "Heiligen St. Florian", dem 04. Mai 1996, war es dann endlich soweit. Der historische Moment war gekommen, als im Beisein von Politikern aus der Stadt Plauen und des Vogtlandkreises sowie des Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen e.V., die Vertreter der vogtländischen Feuerwehren in ihrer Delegiertenversammlung im großen Ratssaal der Stadt Plauen den Kreisfeuerwehrverband Vogtland e.V. feierlich gründeten. Mit der Verabschiedung der Satzung und der Geschäftsordnung, sowie der Auflösung der bisherigen Kreisfeuerwehrverbände Göltzschtal, Klingenthal, Oelsnitz und Plauen wurde an die Tradition der vogtländischen Feuerwehren bis 1938 angeknüpft - es gibt nach 58jähriger Pause wieder einen Kreisfeuerwehrverband Vogtland e.V.


Weitere Informationen zur geschichtlichen Entwicklung des Kreisfeuerwehrverbandes Vogtland finden Sie unter dem Link Zahlen / Daten / Fakten oder Berichte des Verbandes.