Gemeinsam geht es besser - Katastrophenschutzübung der Landkreise Leipzig und Vogtland im Brand- und Katastrophenschutzzentrum Vogtland

Am 30.05.2026 füllte sich das Übungsgelände des Brand- und Katastrophenschutzzentrums ab 11:00 Uhr mit zahlreichen Feuerwehrleuten. Die Besonderheit dabei war, dass an diesem Samstag nicht nur vogtländische Einsatzkräfte vor Ort waren, sondern auch Kameradinnen und Kameraden aus dem Landkreis Leipzig sowie deren Kreisbrandmeister.

 

Grund für diese Zusammenkunft war die Katastrophenschutzvollübung des Landkreises Leipzig, die an diesem Tag stattfand. Erprobt wurde ein Szenario, in dem das Krankenhaus Borna im Landkreis Leipzig aufgrund verschiedener Schadensfälle nicht nutzbar ist. Aufgabe des Leipziger Katastrophenschutzes war es, dies zu kompensieren und den Hilfebedürftigen entsprechend Hilfe zu leisten. Aufgrund der hohen Anzahl an Material- und Personalbedarf wurde ein KatS-Einsatzzug aus dem Vogtlandkreis nach Leipzig beordert.

 

Im Gegenzug ist ein Löschzug-Retten aus dem Landkreis Leipzig in den Vogtlandkreis alarmiert worden, um die hier zu erprobende Taktiken und die landkreisübergreifende Zusammenarbeit zu stärken. Treffpunkt war der Bereitstellungsraum an der Berufsfeuerwehr Plauen, von dem aus sich der Löschzug 10:30 Uhr in Richtung Eich in Bewegung setzte.

 

11:00 Uhr trafen die Leipziger Kameraden in Eich ein und die Übung begann. Der Gruppenführer der ebenfalls beteiligten KatS-Kräfte aus Großfriesen führte zusammen mit dem Zugführer der Feuerwehr Brandis die Lageerkundung durch. 

 

Schnell wurde das Ausmaß der Unglücksstelle festgestellt. Eine Verletzte Person in der Tiefe, ein Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen und ein PKW, der droht, in einen Schacht zu stürzen - Viele Aufgaben, die das Können sowie die Zusammenarbeit der Leipziger und vogtländischen Kräfte fordern. 

 

Zügig gingen die Kameraden ans Werk. Das HLF 10 der Feuerwehr Großfriesen bearbeitet den Verkehrsunfall mit 3 PKW und mehreren eingeklemmten Personen, während das HLF 10 der Feuerwehr Polenz (LK Leipzig) die Sicherung des absturzgefährdeten PKW vornahm und aus diesem ebenfalls eine Person mittels hydraulischen Rettungssatz befreit - Alles unter dem Auge der Übungsbeobachter. Zu diesen zählten Mitarbeiter des Landratsamtes Vogtland, Mitglieder der Führungsgruppe Brandschutz des Vogtlandes, Kameraden des THW sowie der vogtländische und Leipziger Kreisbrandmeister.  

 

Nach erfolgreicher technischer Hilfeleistung standen die Kräfte vor einer gemeinsamen Herausforderung - Der Rettung einer verletzten Person aus der Tiefe. In einer kurzen Beratung wurde ein Plan zum Vorgehen gefasst. Durch die Schaffung von Grubenverbau soll die ca. 4m tiefe Grube gegen Einsturz gesichert werden. Eine aus Holzteilen konstruierte Rettungsplattform ermöglichte schlussendlich die Rettung des Verletzten. 

 

Zwischenzeitlich meldete die Übungsleitung eine Verrauchung im Ausbildungshaus des BKZV. Jetzt galt es, parallel zur Tiefenrettung einen Löschangriff aufzubauen. Auch hier war eine Zusammenarbeit unverzichtbar. Zügig wurde ein Löschangriff eingeleitet. 

 

Nach ca. 2 h waren alle Übungsszenarien erfolgreich abgearbeitet. Nach gemeinsamen Mittagessen neigte sich der lehrreiche Übungstag dem Ende. 

 

Dank gilt den Organisatoren der Großübung sowie allen Kameradinnen und Kameraden, die an der Realisierung dieser landkreisübergreifenden Übung mitwirkten und so die Zusammenarbeit sowie den Zusammenhalt innerhalb des Katastrophenschutzes stärkten. Die Übung hat auch das Potenzial des BKZV für zukünftige Ausbildungsmaßnahmen gezeigt. Durch die großflächigen Übungsbereiche und zahlreichen Möglichkeiten der Nutzung lassen sich verschiedenste Einsatzszenarien realitätsnah nachstellen und lehrreich bearbeiten.

 

 

Urheberrecht:

Text und Bilder: C.G. - Kreisfeuerwehrverband Vogtland

 

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